ErdbeerSorten

Als Erdbeeranbauer brauchen wir starke, robuste, wenig pilzanfällige Pflanzen, die außerdem ertragreich sind. Die Früchte sollen nach Erdbeeren schmecken, aromatisch und süß sein außerdem fest, rot und glänzend,  damit sie lagerfähig sind. Leider gibt es keine Sorte, die allen Ansprüchen gerecht wird. Wir wählen unsere Sorten in erster Linie nach dem Geschmack aus, was zur Folge hat, dass die Früchte dann weicher und nicht lagerfähig sind. Unsere Empfehlung lautet daher: die Früchte morgens kaufen und möglichst zeitnah essen, verarbeiten oder kaltstellen.

Rumba

Reife
früher Reifezeitpunkt (noch vor der Sorte Honeoye)
Frucht 
stark glänzende Früchte, besonders vital
Geschmack
zeichnet sich durch einen sehr guten Geschmack aus

Honeoye

Reife
unsere früheste Sorte ab Ende April
Frucht
gleichmäßig, dunkelrot, glänzende Früchte
Geschmack
aromatisch, feinsäuerlich, etwas herber Geschmack

Kimberly

Reife
mittlerer Reifezeitpunkt
Frucht
kegelförmige Frucht mit hellroter Farbe
Geschmack
ausgewogener Geschmack

Sonata

Reife
mittelfrüher bis mittelspäter Reifezeitpunkt
Frucht
mittelgroße, gleichmäßige, feste, robuste Früchte
Geschmack
sehr guter, süßlicher Geschmack

Elianny

Reife
mittlerer Reifezeitpunkt
Frucht
hellrote, feste, glänzende Früchte 
Geschmack
süß und saftig, kräftiger Geschmack

Asia

Reife
mittlerer Reifezeitpunkt
Frucht
große gleichmäßige,feste Früchte , schöner Glanz
Geschmack
guter, süßlicher Geschmack

Florence

Reife
sehr später Reifezeitpunkt
Frucht
große, feste, dunkelrote, kegelförmige Früchte
Geschmack
intensiver bis leicht herber Geschmack

Malwina

Reife
späteste Sorte am Markt
Frucht
große feste Früchte mit dunkelrotem Fruchtfleisch
Geschmack
je dunkler die Beere desto süßer der Geschmack

Verspäten und Verfrühen

Wir streuen unsere Erdbeeren Anfang Mai mit Stroh ein, damit die Früchte vom Regen nicht so erdig und sandig werden. Natürlich lässt es sich auf Stroh bei Nässe auch besser laufen und das Unkraut kommt nur erschwert hoch.

Aber wussten Sie auch, dass wir mit Stroh unsere Erdbeeren verspäten können? Einen Teil der Erdbeeren streuen wir schon bei Frost im Januar dick mit Stroh ein. Dadurch wird im Frühling die Erde nicht so schnell erwärmt und die Erdbeeren wachsen langsamer und reifen dementsprechend später.

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Frische heimische Erdbeeren zum Muttertag?

 
Das ist nur möglich, wenn erstens das Wetter mitspielt und uns viele warme Frühlingstage beschert und zweitens wenn wir die Erdbeeren ›verfrühen‹. Damit ist kein chemisches Vorgehen gemeint, sondern ›reine Handarbeit‹.
Die Erdbeeren werden mit Folie und Vlies abgedeckt, das geschieht wenn das Gros der kalten Tage vorbei ist, also Mitte Februar, und wenn die Vegetation zu treiben beginnt.
Durch die Folie wird die Erde länger und nachhaltiger erwärmt, sodass die Erdbeeren zügiger wachsen, ohne die starke Abkühlung mancher doch noch frostiger Nächte.
Fangen die Erdbeeren an zu blühen, muss die Folie samt Vlies herunter, da Erdbeeren von Bienen fremd bestäubt werden und sonst keine Früchte tragen würden. Und wenn dann noch Petrus ein Einsehen hat, dann können Sie am Muttertag die ersten frischen Erdbeeren mit Schlag oder Eis genießen.

Um diesen Genuss für Sie noch sicherer zu machen haben wir 2009 in sogenannten Wandertunnel investiert, das sind Foliengewächshäuser, die sich relativ leicht von Feld zu Feld umstellen lassen. In den Wandertunneln haben wir die Erdbeeren von Hand auf Erddämme gepflanzt, die sich noch schneller erwärmen und zusätzlich mit Vlies abgedeckt. Zur Befruchtung wir in jedes Folienhaus ein Hummelvolk ausgesetzt.
Wird es zu warm, müssen die Tunnel belüftet werden, das bedeutet von Hand die Seitenwände hochbinden und die Türen aufstellen. Abends muss wegen drohender Nachtfröste alles wieder schön propper verschlossen werden. Klar, dass auch das Unkraut von Hand gehackt wird, oder?

Nicht mehr im Angebot sind die Sorten Diana, KoronaPolka und Senga Sengana.

Unsere Devise: Minimaler Pflanzenschutz.

Es ist unsere Devise, den Pflanzenschutzaufwand schon aus Kostengründen so gering wie möglich zu halten. Leider ist es jedoch unmöglich beim Erdbeeranbau auf Vorsorgemaßnahmen gegen Pilzbefall zu verzichten. Wie bei allen anfälligen Feldfrüchten (z.B. Kartoffeln oder Wein) werden unsere Erdbeeren zwar relativ oft, dafür aber mit extrem geringen Mengen gespritzt, so wird das Mittel von der Frucht nicht aufgenommen, sondern haftet außen auf der Wachsschicht und verhindert dadurch den Schimmelpilzbefall. Um das Verbrennen der Blätter durch Sonneneinstrahlung zu verhindern, werden diese Pflanzenschutzmaßnahmen meistens spät abends, nachts oder früh morgens durchgeführt.

Unkraut ade!

Natürlich müssen wir auch das Unkraut bekämpfen und setzen dafür soweit es möglich ist, unsere Technik ein. Für das Unkraut zwischen den Erdbeerreihen, haben wir spezielle Kästen angefertigt, in denen nur die Zwischenräume abgespritzt werden.

Würde nur ein Tröpfchen an die Erdbeeren kommen, würden diese empfindlichen Pflanzen eingehen.

Das Stroh verhindert dann in der Ernte weitestgehend die Unkrautwucherung. Und der Rest ist mühselige Handarbeit mit der Hacke!!

Unsere Saisonkräfte nutzen jede freie Minute, um zwischen den Erdbeerpflanzen Unkraut zu hacken und zu ziehen.

Vielleicht mögen Sie sagen: »So‘n bisschen Unkraut würde mich gar nicht stören«, aber leider haben wir nicht nur Melde oder Stiefmütterchen in den Erdbeeren, sondern auch fiese Unkräuter wie Disteln oder Brennesseln, die beim Pflücken äußerst unangenehm sind. Außerdem werden die Erbeerpflanzen meist so überwuchert, dass sie fast ersticken und die Sonne die Früchte nicht reifen lassen kann.

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