Blaubeeren (Heidelbeeren, Bickbeeren)

Die Sorten unterscheiden sich nur geringfügig in Geschmack und Größe, aber deutlich in der Reifezeit. In dieser Reihefolge reifen unsere Blaubeersorten: Deniseblue, Reka, Duke, Bluecrop, Nelson, Elisabeth.

Anbau, Pflege und Ernte

Die heutige Kulturblaubeere, säurearm und mit murmelgroßen Früchten, stammt von den amerikanischen »Blueberries« ab und wurde vor etwa 100 Jahren erstmals gezüchtet. Sie bevorzugt anmoorige, saure Böden und ist ein Flachwurzler, der viel Wasser benötigt. Wir haben daher eine Pflugfurche unseren alkalischen Lehmböden ausgehoben und mit Rindenmulch und Torf ersetzt, außerdem eine Tröpfenberegnung verlegt.

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Blaubeeren sind sehr robuste Pflanzen, die wenig anfällig sind für Schädlinge oder Pilze. Das bedeutet wiederum, dass wir den Pflanzenschutzaufwand äußerst gering halten können und auch nur wenig zu düngen brauchen.
Dennoch ist der Anbau von Blaubeeren relativ mühsam und braucht vor allem viel Zeit. Es dauert sieben Jahre, bis die Sträucher ihre volle Größe von bis zu zwei Metern erreicht haben, folglich erbringen sie auch erst dann den vollen Ertrag.

Die Blaubeer-Sträucher müssen jedes Jahr im zeitigen Frühjahr zurückgeschnitten werden. Bei dem Schnitt werden ältere Triebe als Stützgerüst und junge Triebe als fruchttragendes Holz erhalten.

Bei uns werden die Blaubeeren komplett von Hand gepflückt. Es gibt zwar Pflückmaschinen, deren Investition sich aber nur bei großflächigem Blaubeeranbau lohnt. Wie alle anderen Früchte werden auch die Blaubeeren in regenarmen Perioden über eine Tröpfchenberegnung bewässert, das spart Wasser und die Sträucher leiden trotzdem keinen Mangel. Weil unsere Blaubeeren nicht im Wald sondern auf dem Acker stehen sind sie deutlich früher reif.

Einkauf und Verarbeitung

Blaubeeren haben eine blaue, feste, unempfindliche Schale und lassen sich problemlos bis zu einer Woche im Kühlschrank aufbewahren. Falls notwendig, sollten Blaubeeren vor der Verwendung vorsichtig in kaltem Wasser gewaschen oder abgebraust werden. Früchte mit Druckstellen werden aussortiert.
Frische Blaubeeren eignen sich bestens zum Einfrieren. Damit sie schnell durchfrieren, schichtet man sie flach in einem Tiefkühlbeutel. Wie frisch gepflückt sind die Beeren, wenn man sie richtig auftaut: Kurz vor dem Verzehr werden sie aus dem Beutel genommen, in ein Gefäß gefüllt und mit 50 Grad warmem Wasser übergossen.

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Sie bleiben im Gefäß, bis das Wasser abgekühlt, die Früchte aber noch nicht durchgetaut sind. Dann wird das  Wasser abgegossen und nochmals 50 Grad warmes Wasser hinzugegeben. Wenn man die Blaubeeren nun nach ein bis zwei Minuten aus dem Wasser nimmt, sind sie wie frisch.

Wie andere Beeren schmecken Blaubeeren etwas gezuckert mit Milch oder Sahne schon köstlich. Sie lassen sich aber auch zu vielen anderen süßen Gerichten verarbeiten: Obstsalat, Pfannkuchen, Quarkspeisen, Torten, Kompott, Kaltschalen und zu Gelee und Konfitüre.

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